Ein Anpfiff aus dem Keller für den Koch.

Aktualisiert: 11. Dez 2020


Wenn es nicht ein Club älterer Herren wäre, könnte man von Zickenkrieg sprechen: der Jogi Löw (Bundestrainer) ist sauer, dass aus dem DFB-Keller (Präsident) nach dem 0:6 nicht mehr Unterstützung für ihn kam. Der DFB-Koch (Vize-Präsident) findet das ebenfalls, was wiederum den Keller mit Unmut erfüllt.

Man könnte also sagen, dass die Laufwege und die Abstimmung in den Mannschaftsteilen nicht nur auf dem Platz nicht stimmen, sondern auch in den Hinterzimmern der Macht. Dabei geht es nicht etwa um die Frage, wie die Mannschaft wieder in Schwung kommen könnte. Sondern ob der Seiteneinsteiger, Weinbauer und Freiburger Ex-Präsident und die altgedienten Karriere-Funktionäre überhaupt zusammenspielen wollen und wer die Kapitänsbinde trägt. Langweilig.

Eines aber ist klar: eine Verbandsspitze, in der sich alle gegenseitig belauern, kann und wird nicht die Entschlossenheit aufbringen, um etwas am Kurs des deutschen Fußballs zu ändern. Gucken wir mal, ob Frankreich, Ungarn und Portugal das im nächsten Sommer schaffen. Auf dem Platz, wo es zählt.


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